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Philosophischer Lesekreis

Überwinden des Leidens mit dem achtfachen Pfad: Die Philosophie des Buddha
1880 schrieb Friedrich Nietzsche in seinem philosophischen Werk Morgenröte – Gedanken über die moralischen Vorurteile: „Einen Schritt weiter: und man warf die Götter beiseite, – was Europa auch einmal tun muss! Noch einen Schritt weiter: und man hatte auch die Priester und Vermittler nicht mehr nötig, und der Lehrer der Religion der Selbsterlösung, Buddha, trat auf: – wie ferne ist Europa noch von dieser Stufe der Kultur!“
Die Lehren des Buddha, der Buddhismus, sind eine Religion und eine Philosophie. Die Religion kommt ohne einen Schöpfergott aus, kennt keine Dogmen, braucht keine Priester, existiert ohne Offenbarung, ist eine Religion ohne Schuld und Sühne. Für die Erlösung vom Leiden brauchen wir keinen Gott, wir können uns selbst erlösen, indem wir dem achtfachen Pfad folgen. Es ist daher erstaunlich, dass erst im neunzehnten Jahrhundert europäische Philosophen sich vom Buddhismus angesprochen fühlen. Inzwischen sind immer mehr Menschen in der westlichen Welt vom Buddhismus angezogen. An diesem Abend beginnen wir damit, zur Ergänzung unserer Beschäftigung mit Laotse und Konfuzius ein Beispiel für die Anwendung des „I Ging“ zu betrachten. Anschließend widmen wir uns den Grundgedanken des Buddhismus und dem Leben Buddhas.
Leitung: Reinhardt Schulz, Udo Mohr
Termin: Jeden zweiten Dienstag im Monat
Zeit: 18:30 – 20:30 Uhr
Ort: Service- und Begegnungszentrum – Alt Fechenheim 89 – 60386 Frankfurt am Main