Am Dienstag, 3. Oktober, findet zum 27. Mal der Tag der offenen Moschee statt. Bundesweit laden über 1000 Moscheegemeinden zu Führungen, Vorträgen, Ausstellungen und persönlichen Begegnungen ein. Auch fünf Frankfurter Moscheegemeinden beteiligen sich, darunter die Islamische Gemeinde Gamaat Bismi Allah in der Sontraer Straße 5 im Gewerbegebiet Fechenheim-Nord. Der Aktionstag wird vom Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland (KRM) veranstaltet.
Der Tag der offenen Moschee am Tag der Deutschen Einheit soll seitens der Veranstaltenden die Selbstverständlichkeit des muslimischen Lebens als Teil der deutschen Gesellschaft ausdrücken. In diesem Jahr gibt er vor allem einen Einblick in das islamische Gebet: „Das Gebet – besinnt, belebt, verbindet“ ist das Motto.
Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg schätzt die Einladung der Moscheegemeinden zum offenen Dialog: „Die Moscheen öffnen ihre Türen für Menschen in der Nachbarschaft in der Überzeugung, dass wir Vorbehalten auch mit positiven Kontakten entgegenwirken können. Durch persönliche Begegnungen machen sie die Diversität unserer Gesellschaft erfahrbar. Ein Großteil der Gemeinden engagiert sich in der Gemeindearbeit mit Angeboten in der Gesundheitsvorsorge, Jugendarbeit und Nachhilfe, im Sozialen und Sport. Sie stärken damit ein friedliches Zusammenleben.“
Auch der Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung, die größte bundesweite Erhebung zu religiösen Themen, empfiehlt die Schaffung solcher Begegnungsräume. Religion pluralisiert sich und verlagert sich zunehmend ins Private, gleichzeitig nimmt der Anteil der religionsfernen Menschen zu. Weil die Zahl der Menschen ohne Bezug zum religiösen Leben steigt, können sich der Studie zufolge Skepsis und Vorurteile gegenüber religiöser Vielfalt verstärken. Ein gelingender Umgang mit dieser Vielfalt ist jedoch von großer Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Tag der offenen Moschee soll dazu beitragen.
Teilnehmende Moscheen sind im Internet unter tagderoffenenmoschee.de/moscheeliste zu finden.
Foto: Boris Haskanli
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