Auszeichnung der Stadt würdigt zum 25. Mal Engagement für gutes Miteinander
Der Nachbarschaftspreis der Stadt Frankfurt am Main geht in diesem Jahr an „Das rollende Buchcafé“, „Zirkus der Vielfalt“, „Bürgerinitiative Gemeinsam gegen Einsamkeit – für eine solidarische Gesellschaft“, den Verein „Radieschen – Helfer mit Herz“ und „Auf Deutsch Bitte – Niedrigschwellige Sprachkurse für Frauen in Fechenheim Nord“. Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt das vielfältige Engagement von Frankfurterinnen und Frankfurtern, die sich mit kreativen Projekten und Initiativen für ein gutes Miteinander und Füreinander in ihrer Nachbarschaft einsetzen. Der Preis ist mit insgesamt 5000 Euro dotiert.
Anlässlich des Jubiläums wurden auch zusätzlich drei Jubiläumspreise vergeben. Insgesamt gingen den Kategorien „Kultur vor Ort“, „Demokratie leben im Quartier“, „Nachbar:innen für Nachbar:innen“, „Schöner-Bunter-Nachhaltiger“ und „Gemeinsam leben im Quartier“ in diesem Jahr 52 Bewerbungen ein. „Demokratie ist eben nicht nur, alle paar Jahre ein Kreuz zu machen. Demokratie ist, wenn Menschen ihre Stadt mitgestalten. Wenn sie Missstände nicht nur beklagen, sondern Lösungen suchen. In einer Zeit, in der viele nur schreien und fordern, sind Sie diejenigen, die handeln”, sagte Elke Voitl, Dezernentin für Soziales und Gesundheit, am Dienstag, 9. September, bei der Preisverleihung im Gesellschaftshaus im Palmengarten.
Preisträgerin in der Kategorie „Gemeinsam lernen im Quartier“
„Auf Deutsch bitte – Sprachkurse für Frauen“
Seit 2022 unterrichtet die erfahrene Lehrerin Dorothea Cyrus-Bill Frauen aus Fechenheim-Nord in Deutsch als Fremdsprache auf verschiedenen Niveaus in kleinen Gruppen von vier bis sechs Frauen im Nachbarschaftscafé. Angefangen hat sie mit einer Gruppe Ukrainerinnen, später kamen Frauen aus Marokko und Afghanistan dazu. Mittlerweile schätzen die Teilnehmerinnen die Strenge ihrer Lehrerin, die auf pünktliches Erscheinen ebenso Wert legt wie auf das Erledigen kleiner Hausaufgaben. Die engagierte Pädagogin hat schon während ihres Studiums in den 1970er Jahren begonnen, Deutsch als Fremdsprache zu unterrichten. An allen Schulen setzte sie sich mit ihrer Neugier, ihrem Fachwissen, ihrer Empathie und ihrer Zugewandtheit dafür ein, dass Sprachkurse in hoher Qualität und mit sorgfältig ausgewählten Unterrichtsmaterialien stattfinden konnten. Nach dem Eintritt in den Ruhestand setzte sie die Deutschkurse ehrenamtlich fort. Viele ihrer ehemaligen Schülerinnen und Schüler danken ihr bis heute.
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