Interesse, Zugewandtheit und Lebensfreude begegnen einem, wenn man auf die Fechenheimerin Gabriele Bechtel-Scholz trifft. Eine Frau, die von sich sagt: „Vielleicht will ich die Welt einfach noch ein bisschen besser machen“.

Als sich Gabriele Bechtel-Scholz 1978 in ein Haus hier am Main verliebte und es zu ihrem neuen Zuhause machte, ahnte sie nicht, dass dieser Stadtteil einmal das werden würde, was sie heute ihre Heimat nennt.

„Heimat ist Schutz“

Über Niedersachsen und das Ruhrgebiet ist sie als junge Heranwachsende nach Frankfurt in die Nähe vom Zoo gekommen und fand in Fechenheim das, was heimatliche Bindung für sie bedeutet: Ihre eigene Familie mit zwei Kindern, das Wachsen eines ganz besonderen, mittlerweile langjährigen Freundeskreises, der von Vertrauen und Vertrautheit geprägt ist, in dem auch gestritten, geschlemmt, getanzt und gelacht wird. Und letztendlich ein Stück Intimes, Persönliches und ganz Eigenes in dem Schutzraum von Zuhause und Garten, was sie mit ihrer großen Liebe, ihrem Wegbegleiter und Ehemann, teilt.  

„Es ist alles da, um glücklich zu sein“ oder „Das Glück ist um die Ecke“*

Mit Begeisterung spricht sie von der Vielfalt dieses Ortsteiles, vom Wasser, dem Mainufer, dem Mainbogen, den kleinen persönlich geführten Lädchen und Lokalen. Von der guten Erreichbarkeit der Stadt, sei es mit der Straßenbahn oder dem Fahrrad. Vom kulturellen Angebot hier und von der Verbundenheit mit den Menschen. Man kennt sich! Sie liebt „das Bunte“, das multikulturelle, soziale und konfessionelle – und wünscht sich und erlebt auch ein friedliches Mit- bzw. Nebeneinander.

„Mich geht alles was an“

Gabriele Bechtel-Scholz ist engagiert. Sie will wach bleiben. Und ja, sie kann und will streitbar sein, wenn es um Ungerechtigkeiten und Schieflagen geht. Da funkeln die Augen! Die temperamentvolle, zierliche Frau kann beispielsweise schon mal einen angetrunkenen Fahrgast aus der Straßenbahn bugsieren, wenn dieser sich gegenüber einer Mitfahrenden unflätig benimmt…

Und so war sie z.B. auch lange Zeit im Ortsbeirat für die Grünen politisch aktiv.

Über 40 Jahre hat sie als Förderschulpädagogin mit Schwerpunkt Sprachheilerziehung – zuletzt auch mit einer Sprachtherapiepraxis in Fechenheim – für Kinder aus oftmals sozial benachteiligten Familien gekämpft. Sie hat Stigmatisierung und Abwertung angeprangert und sich für Gelingendes und Stützendes eingesetzt. Ihr Medium hierzu war immer die Kunst. „Denn Kunst ist Heilung“, sagt sie.

„Das Glück ist eine Farbe…“**

So hat ihr das Kunstwissenschaftliche Studium und das der Malerei zunächst 40 Jahre überwiegend als “Transportmittel“ für ihr pädagogisches Engagement gedient und auf diese Weise Früchte getragen. Aber das Eigene kam da zu kurz. Ziel und innere Sehnsucht waren es immer, sich irgendwann selbst gänzlich der eigenen künstlerischen Arbeit widmen zu können. Das tut sie heute!

Sie empfindet es als ihre Aufgabe, Kunst zu machen, denn „Kunst führt nach innen und führt mich zur Auseinandersetzung mit meinem eigenen Schatten“. Und so wundert es wenig, dass sich ihre Werke mit Licht, mit den vielfältigen Facetten des Lichtes, befassen. Denn Licht und Schatten gehören zusammen…. Ihre aktuelle Serie von Metallbildern spiegelt genau diese Unterschiedlichkeit und Vielfalt wider.

Mehr von Gabrieles Bildern findet man auch auf Instagram:
https://www.instagram.com/gabrielebechtelscholz

Zitate: *Friedensreich Hundertwasser, ** Ferdinand von Schirach
Bildnachweis: Ute Reischle-Schedler

2 Gedanken zu „Fechenheimer Gesichter:<br>Gabriele Bechtel-Scholz – Malerin“

  1. Hallo Brigitte,

    irgendwas stimmt mit dem Link nicht: Weder in Chrom noch in Opera ist er durchführbar, obwohl die sichtbaren Zeichen alle korrekt sind. Ist da vielleicht irgendwas Verstecktes drin, was blockiert?

    Gruß
    Heike

    Antworten

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